Nachruf



"Geschichte und Geschichten von der Hämmerleinsmühle" ...


so heißt unser neues Heimatbuch, das mit Unterstützung der Gemeinde Georgensgmünd und vieler Bilder- und Textgeber im Entstehen ist.
Im Frühjahr 2021, wenn die Corona-Situation es zulässt, hoffen wir unser Schriftwerk vorstellen zu können.

Das ist das Vorwort von Brigitte Schwarz, dazu erste Bilder und Texte aus dem Buch.


Seit 490 Jahren – wenn man die erste urkundliche Erwähnung 1531 als Berechnungsgrundlage nimmt – belebt die Hämmerleinsmühle

das Steinbachtal zwischen Georgensgmünd und Untersteinbach. 

Oben: Logo von Gernot Polak 2002, unten: ehemaliger Türsturz des 1770 erbauten neuen Mühlengebäudes

 

1770 – vor 251 Jahren – errichtete Andreas Kalb das neue Mühlengebäude, das heute noch steht. 1910, also vor 111 Jahren, wurde die 

Mühle als Ortsteil nach Georgensgmünd eingemeindet. Sie wird von den Einheimischen immer noch liebevoll „das Hämmerler“ genannt, 

obwohl sie seit einigen Jahren als Gastronomiebetrieb den Namen „Hämmerla“ erhalten hat.

    Text aus dem Hist. Ortsnamensbuch von Bayern,Mfr.,1969

Den Werdegang der Einöde und die Herkunft ihrer Bewohner haben Barbara und Fritz Volkert nach umfangreichen Recherchen für dieses

Buch zusammengetragen. Familienfotos und Werksbeschreibungen veranschaulichen das Leben und Wirken der Müllersfamilien auf dem

Anwesen – beim frühen Hämmern von Nägeln, beim späteren Mehlmahlen und Holzsägen, in der Landwirtschaft mit Hopfenanbau und

bei der Fischzucht in den Mühlweihern. – Immer schwingt neben der Aufzählung der Fakten ein tiefes Verständnis für die Arbeit und die

Sorgen der Menschen auf der Mühle und für deren emotionale Verbundenheit mit der Natur ihrer Heimat mit.

 

Auf dieser Basis muss auch Professor Friedrich Merkenschlagers Roman „Der Pfarrherr von der Hämmerleinsmühle“ verstanden werden,

der dem Leser seine ganze Heimatliebe als Botaniker, Heimatforscher und Heimatdichter, aber auch seine umfassende Bildung offenbart.

Denn  das „Spezialistentum war ihm ein Gräuel. Friedrich Merkenschlager war ein ‚Gelehrter‘.“ So kennzeichnet Gerd Berghofer den

Professor in seiner Biografie (S. 169). – Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass Friedrich Merkenschlager in seiner Erzählung Heimat-

und Weltgeschichte im 19. Jahrhundert nach seiner Maxime: „Alles wirkt auf alles“ miteinander verbindet. Obwohl der „Pfarrherr Hornauer“ -

im Staatsarchiv Lichtenau als „Christoph Honauer“, Mühlenbesitzer von 1843 bis 1853 dokumentiert ist, so sind doch die Geschichten um

die Familie „Hornauer“ in dichterischer Freiheit erfunden,  aber – ein Beweis für die Heimatliebe und kritische Forschernatur des Verfassers

– eingebunden in die Wirklichkeit der Örtlichkeiten und Menschen rund um die Hämmerleinsmühle bis in die Weißenburger und Ansbacher

Regionen.

Aus diesem Blickwinkel heraus muss man sich auf eine Auseinandersetzung mit der „Dichtung und Wahrheit“ des Romans einlassen, auch

wenn dabei kein Anspruch auf Vollständigkeit erhoben werden kann; zu zahlreich sind die heimatkundlichen Fakten, die ein Forscher wie

Friedrich Merkenschlager in seine Erzählung „hineinwebt“.

 

Keine Dichtung, sondern die reine Wahrheit sind die durchweg liebevollen Erinnerungen einzelner Mühlenbewohner, die wie Frieda Braun,

Anni Heiden, Christa Rölle, Konrad Böhner, Erika Kohl, Andy Heuplick und Susanne und Karl Bischofsberger von ihrem Leben dort berichten

und erstaunliche Entwicklungen - angefangen von Kindheitserlebnissen über bauliche Veränderungen und Umwidmungen (Hammer-, Mahl-

und Sägemühle, Umweltstation, Gastronomie im Anwesen Nr. 1 und Jugendtreff im Haus Nr. 2), aufzeigen – oder wie Fritz Volkert von seinen

ersten Erfahrungen mit den Überresten der geheimnisvollen Funkmessstellung „Schwalbe“ aus dem Zweiten Weltkrieg zwischen der Hämmer-

leinsmühle, Mosbach und Untersteinbach erzählt und die Forschungsergebnisse dazu von Georg Vogel erhalten hat.

 

 

So ist zum guten Schluss mit den Übersichtskarten zu den Themenwegen „Bergbau“ und „Kalk“ – initiiert von Georg Vogel – eine Einladung zur

heimatkundlichen Wanderung rund um Hauslach, Bühl und Hämmerleinsmühle geboten: Erkundung und Erleben der Heimat mit allen Sinnen

wie es Friedrich Merkenschlager selbst als Heimatforscher und Botaniker getan hat.

Luftaufnahmen mit der Hämmerleinsmühle links, den Weihern rechts; unten: Untersteinbach links, der Bühl rechts


Auf unserer Homepage wollen wir Sie mit den Zielen und vielfältigen Aktivitäten

des Heimatvereins Georgensgmünd e.V. bekannt machen:

 

 

Kreativität, Ideenreichtum und Einsatzbereitschaft sind für viele unserer Projekte die erste Voraussetzung, wie zum Beispiel:

 

....  Pflege der Historischen Sammlung in Zusammenarbeit mit der Gemeinde im Haus der Geschichte

 

....  Anlage und Ausschilderung weiterer Wege (neben dem Eisenerzweg) zusammen mit der Gemeinde

 

   

Unterstützen Sie die vielfältige und wertvolle Arbeit in unserem Verein, denn unsere Heimat sollte bunt und lebenswert bleiben!

Fördern Sie den Heimatverein, indem Sie Mitglieder werden! Sie sind bei uns herzlich willkommen - außerdem freuen wir uns über jeden Hilfe.

 

 

Denn Heimat braucht Menschen, die sie kennen, die sie mögen und die sie gestalten!


Termine für 2021 werden in Kürze bekanntgegeben, soweit das die Infektionslage zulässst!!

 


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Nächste Sitzung - Vorstand und Beirat:

(der Termin wird noch bekanntgegeben)

im neuen Sitzungszimmer?