Neuherausgabe "Thomas" von Friedrich Merkenschlager


 

 

 

 

Übergabe der

druckfrischen Exemplare



 

 

 


Lesung im Büchereistadl

 

 

 

 

Heimatverein Georgensgmünd gibt

 

 

 „Thomas“ von Friedrich Merkenschlager

 

neu heraus

 

 

Der Heimatverein Georgensgmünd hat Friedrich Merkenschlagers kleinen Roman „Thomas“ neu herausgegeben. Er erschien zuerst 1939 im Lorenz Spindler Verlag in Nürnberg und nennt sich im Untertitel:

„Ein Lebenslied von Steinen, Blumen und von der Liebe“.

 

Es geht es um einen Bauernsohn aus Kalchreuth, der in Nürnberg das Gymnasium besucht und schließlich nach abgebrochenem Theologiestudium Geologie studiert und sich auf eine wissenschaftliche Karriere vorbereitet. Dieses Berufsziel erwächst aus einer unbändigen Liebe zu den Erscheinungen der Erde und der Vegetation darauf, zuerst seiner fränkischen Heimat, dann des ganzen Vaterlandes. Einen ganz ähnlichen Werdegang wie sein „Held“ hat der Hauslacher Merkenschlager selbst eingeschlagen, und er kennt die Orte der Handlung offenbar sehr genau. Ein wesentlicher Teil der Geschichte spielt am Bühl in Georgensgmünd, unterhalb von Hauslach. Dort baut sich Thomas eine Hütte zu seinem Domizil aus, um seinen wissenschaftlichen Forschungen über die Geologie des Rezat- und Rednitztales und auch des Steinbächleins einen Mittelpunkt zu geben. Daraus wird seine Doktorarbeit entstehen.

 

            Dieses Idyll ist auch einer der wesentlichen Orte, wo sich die Liebesgeschichte zwischen Thomas und seiner späteren Braut Else abspielt.

 

            Die Orte, die im Buch eine Rolle spielen, werden so liebevoll beschrieben, dass es einem ein besonderes Vergnügen bereitet, die

vielen Bahnfahrten und Fußwanderungen wenigstens in Gedanken mit

zu vollziehen – im Fränkischen Jura zwischen der Erlanger Gegend und dem Altmühltal, im Spreewald und auf der Schwäbischen Alb.    

           

            Dieses „Lebenslied“ des Thomas wird jäh unterbrochen. Er fällt als

28-Jähriger vor Verdun. Else bleibt nur tiefe Trauer und die Erinnerung, die sie in Kalchreuth mit der Mutter von Thomas und dessen jüngerem Bruder, dem kriegsverletzt aus der Armee entlassenen Hoferben, teilt. 

  

            Die Lektüre ist nicht ganz mühelos; Merkenschlager setzt eine große Begeisterung für geologische und botanische Sachverhalte voraus, denen er breiten Raum einräumt. Dass so oft von der „Heimaterde“ die Rede ist und von der „Erde, die Thomas im Blute trägt“, ist aus heutiger Sicht gewöhnungsbedürftig. Das Erscheinungsjahr 1939 lässt einen vielleicht auch zurückschrecken.

 

            Aber genau hier liegt der Wert des Büchleins: Unmittelbar vor Beginn des Zweiten Weltkriegs erschienen, erhält der Soldatentod von Thomas eine den damaligen Machthabern zutiefst widersprechenden Akzent. Keine „stolze Trauer“, wie man sie nun bald den Hinterbliebenen abforderte, prägt Elses Reaktion, sondern tiefer innerer Schmerz. Die fromme Mutter sucht in der Bibel Trost.

 

            Friedrich Merkenschlager, einer, der sich ganz früh den Nazis angeschlossen hatte, wurde auch sehr früh – noch in den zwanziger Jahren – zu einem ihrer erbitterten Gegner. Er verfasste Streitschriften gegen den wichtigsten Rassentheoretiker der Nazis, Günther, und zwar auf seinem eigenen Gebiet, der Biologie. Daraufhin verlor er seine wichtige Stellung in

der „Biologischen Reichsanstalt“ und musste 13 Monate in Gefängnissen und in Dachau verbringen. In dieser dunkelsten Phase seines Lebens schuf er sich Trost mit der Konzeption seiner drei Erzählungen: „Sabina“, „Rogalla“ und eben des „Thomas“. In diesem Sinne ist das Werk ein wichtiges Zeitzeugnis und gibt viel Stoff zum Nachdenken.

 

KARL HIRSCHMANN, RHV vom 06. 12. 2008

 

           

            Friedrich Merkenschlager:

            Neuherausgabe 2008 „Thomas“,  12.- €/Buch

            Nachdruck von „Sabina und Rogalla“,  10.- €,/Buch

(beide Bändchen zusammen 20.- €)

 

            Bezugsquellen:

            Frank Reinsch – Nikis Schreib- und Spielparadies,

91166 Georgensgmünd, Am Anger 17

 

            Genniges-Bücher,

91154 Roth, Hauptstraße 28

 

            Anneliese Kummerer, Buchhandlung,

91174 Spalt, Hauptstraße 22

 

 




Für das Jahr 2017

 

 

 

wünschen wir Ihnen

 

viel Gesundheit und viel Freude!

 

 

 

Herzlich bedanken wir uns bei allen, die unsere Arbeit unterstützen.


Bilder von der Vernissage zur Kirchweihausstellung 2017

 

 

fotografiert von Martin Kaiser

 

 



 Aquarell von Hans Trillitzsch


Nächste Sitzung:

 

Vorstand und Beirat:

Donnerstag, 23.11.2017 um 19:30 Uhr

 

Vereinszimmer, Synagoge


Bitte heute schon vormerken:

 

Unsere diesjährige Wanderung zwischen den Jahren

führt uns am 30.12.2017 nach Spalt in den "Bayerischen Hof"

 

Nähere Einzelheiten werden noch bekanntgegeben.

 


Weitere detaillierte Informationen finden Sie auf diesen Seiten:

 

Aktuelles vom Heimatverein, Themenwege (neu),

Presse, Rundschau, Rückblick, Veranstaltungen 2016,

sowie der Historischen Sammlung.


Bilder auf unseren Websiten werden mit freundlicher Genehmigung der Mitreisenden und der Künstler verwendet.

Alle Texte, alle Fotos, alle Gestaltungselemente dieser Internetseiten sind damit urheberrechtlich geschützt.

Die Nutzung erfolgt unentgeltlich.

 

Jede weitergehende Veröffentlichung, insbesondere die Nutzung für kommerzielle Zwecke, bedarf einer gesonderten Zustimmung.